Die Delegierten der FDP Kanton Bern haben Sandra Hess für die Ständeratswahlen 2027 nominiert. Zur Wahl standen Sandra Hess und Andreas Wyss, welche die Parteileitung auf Empfehlung der Findungskommission vorgeschlagen hatte. Mit der Nomination stellt die FDP die Weichen für den Wahlkampf 2027. Ihr Ziel ist eine ungeteilte bürgerliche Standesstimme für den Kanton Bern.
Mit Sandra Hess setzt die FDP Kanton Bern auf eine erfahrene Grossrätin und kantonsweit bekannte Kandidatin. Die Nidauerin gehört seit 2018 dem Grossen Rat an und präsidiert seit 2023 die Kantonalpartei. Bei den Ständeratswahlen 2023 erzielte sie über 93’000 Stimmen. Auf dieser Erfahrung und Unterstützung will die FDP im Wahlkampf 2027 aufbauen.
Nein zum Steuerwirrwarr der Mitte
Die Delegierten beschlossen einstimmig die Nein-Parole zur Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!». Mit dem Ja zur Individualbesteuerung hat die Stimmbevölkerung bereits entschieden, die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren zu beseitigen. Die von den FDP Frauen angestossene Reform schafft eine Besteuerung unabhängig vom Zivilstand und stärkt die Erwerbsanreize.
Die Initiative der Mitte ist damit überflüssig. Sie würde die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren auf Bundesebene in der Verfassung festschreiben, während die Kantone die Individualbesteuerung umsetzen müssten. Das Ergebnis wäre ein Steuerwirrwarr mit unterschiedlichen Systemen bei Bund und Kantonen, zusätzlicher Bürokratie und neuen Kosten. Für die FDP Kanton Bern ist klar: Der Volksentscheid zur Individualbesteuerung muss jetzt umgesetzt werden.
Ja zu einer starken industriellen Basis für die Landesverteidigung
Zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes fassten die Delegierten die Ja-Parole. Eine verteidigungsfähige Schweiz braucht Unternehmen im eigenen Land, die Ausrüstung entwickeln, Ersatzteile liefern und militärische Systeme instand halten können. Der Schweizer Markt allein ist für diese Unternehmen zu klein. Verlässlichere Exportbedingungen helfen, das dafür nötige Wissen und die Produktionskapazitäten in der Schweiz zu erhalten. Damit stärkt die Vorlage die Versorgungssicherheit der Armee.
Zwei Nein-Parolen bereits beschlossen
Bereits in der vergangenen Woche hatte die Präsidentenkonferenz die Nein-Parolen zur Mehrwertsteuererhöhung und zum Feuerwerksverbot beschlossen.